Dienstag, März 06, 2007

32


Auszug aus dem noch nicht beendeten Roman "32 oder das Haus mit der 12":

"Pünktlich zum die Geisterstunde ankündigenden Glockenschlag wurde die Zahl 32 zur Zahl des Tages. Doch es war unmöglich, den Freund namens Marco zum 32. Geburtstag zu erreichen, als meine Freundin und ich die Weinbörse verließen. Es sollte mich aber erst am drauffolgenden Nachmittag stutzig machen, als er am Telefon sagte, daß er um Mitternacht nicht mehr ans Telefon hätte gehen können und schon am schlafen gewesen sei. Als dann am Sonntag abend die fortgeschrittenen Stunden dunkle Schatten über die Stadt Hannover längst geworfen hatten, meldete sich der Freund auf meinem Mobiltelefon. Ich sagte ihm, daß ich in unmittelbarer Nähe sei und in spätestens in fünf Minuten bei ihm vorbeikäme. Ich legte auf. Das Schreien am anderen Ende der Leitung nahm ich nicht mehr wahr. Während ich vor dem Haus in der Buschstraße im Schein der flackernden Laterne einzuparken versuchte, richtete sich mein Blick auf den Eingang mit der Nummer 12. Das alte steinerne Gemäuer hüllte sich in Dunkelheit. Kein Lichtschein war zu erkennen. Plötzlich nahm ich einen Schatten im Rückspiegel war. Ich schreckte auf, mein Blick fiel zurBeifahrertür auf die Verriegelung. Doch es sollte zu spät sein. Ich konnte den Riegel nicht mehr erreichen, als sie bereits von der Außenseite geöffnet wurde. Es war Marco, der sich ins Auto setzte und statt Begrüßung mit den Worten begann: "Ich brauche einen Kaffee. Laß uns ins Mecco fahren!". Ích entgegnete ihm, daß ich schon zu viel Kaffee das Wochenende getrunken hätte"Wenn wir schon einmal hier sind, würde ich aber bei Dir noch ein Wasser trinken.", sagte ich zu ihm. Doch davon wollte Marco nichts wissen. "Das geht nicht." war seine Antwort. Den genauen Grund aber wollte er mir nicht nennen. So blieben wir nun eine runde Stunde in meinem Wagen sitzen. Ich überreichte ihm mein Geschenk, wir unterhielten uns. Doch fiel mir auf, daß in dieser Zeit nirgends sich ein Lichtschein in die Dunkelheit wagte und auch keine Person einen Fuß auf die Buschstraße setzte. Die Dunkelheit hatte im Haus Nummer 12 gewonnen..."

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