Samstag, Januar 27, 2007

Türkisch für Anfänger oder die Rückkehr der Salatschüssel

Zu Ehren des zweijährigen Sohnes einer Freundin meiner Freundin machten wir uns in die Südstadt auf. Ein gefühlter türkischer Fluch kam uns durch die Sprechanlage entgegen und macht Mut für den Weg über das Treppenhaus. Kaum hatten unsere Füße den Schuhen vor der Wohnungstür adieu gesagt, standen wir in der Küche und schauten einer Menge Familienmitglieder bei der Herstellung von Lahmacun zu, bevor mich ein später angereister Verwandter des Geburtstagskindes auf Türkisch begrüßte, um mir wohl in Wirklichkeit klar zu machen, daß ich bundesdeutsches Territorium mit Überschreitung der Türschwelle verlassen hätte. Seine Begründung, ich könnte auch als Türke durchgehen, habe ich bei bestem Willen nicht nachvollziehen können.
Nachdem wir und bei köstlichen türkischen Gerichten ebenso köstlich amüsierten und den gefühlten 750 Familienmitgliedern keine neuen Geschichten entlocken konnten, ließ mich auch so langsam meine Geduld beim Zusammenbau eines Schienennetzes für eine Holzeisenbahn im Stich, weil diverse "andere" Kinder hinter meinem Rücken das demontierten, was ich kurz davor mit meiner Arbeiterhand mühevoll errichtet hatte.
Wir verließen die illustre Familienrunde und machten uns auf den Weg zum 2.Geburtstagskind des Tages: Dr. Henning R. Was ältere Hollywood-Damen uns vormachen, kopierte Henning in Perfektion. So wurde wieder einmal sein 30. Geburtstag gefeiert. Lustige Gespäche und leise Musik vom CD-Spieler rundeten altersgerecht den Abend bis um 0.50 Uhr ab. Ultimativer Randhöhepunkt war die feierliche Rückgabe einer lange als vermißt geltenden Salatschüssel, nachdem ich es innerhalb von auf den Tag genau 3 Jahren endlich geschafft hatte, mir eine eigene zu kaufen.

Vorbereitung und Besuch

In der Unterscheidung zwischen Woche und Wochenende sehe ich für mich den Vorteil, mich von Montag bis Freitag erholen zu können. Der Freitag endete mit dem Einkaufen bei Lidl im Hauptbahnhof und sollte schon einen Ausblick auf das Wochenende geben. Mit vier Händen und viel gutem Willen trugen wir die vollgestopfte Klappbox bis zum Auto. Der Morgen wurde genutzt, um wieder eine riesige Schüssel Tortellini-Salat für den späteren Abend herzustellen. Danach ging es über Umwege in die Nordstadt-Klinik, um uns davon zu überzeugen, daß der Rainer wieder bei "bester" Laune war, was auch wohl daran gelegen haben mag, daß die Photoausrüstung zuhause stand und die Wochenend-Feten und Party-People ohne ihn mit dem Finger am Auslöser der Knipsmaschine auskommen mußten. Ich bin mir aber sicher, daß die eine Woche Abstinenz kräftig nachgeholt werden wird. In diesem Sinne: Gute Besserung.

Montag, Januar 01, 2007

Der Jahreswechsel, Schröder und Berlin

Mit Partytigern, viel Böllern und dergleichen wurde das Jahr 2007 begrüßt. Auch ich hielt an alten Traditionen fest und tat nichts dergleichen. Aber, mit diversen Gesellschaftspielen, Tortellini-Salat und ein paar anderen Lebensmitteln bewaffnet, machten wir uns auf den Weg nach Ricklingen, um mit Anke und Steffen dem scheidenden Jahr 2006 ein wenig unsere Ehre zu erweisen. Auch der von Sonja gezauberte Salat konnte nicht mehr die heranpreschende Erkältung verhindern. So blieb es an diesem Abend bei diversen Runden Tabu, einem leckeren Essen und vielen Lachern.