Donnerstag, Oktober 19, 2006

Dem Leben wurde die Szene gezeigt

Wie das so ist im Leben. Als ich morgens um kurz nach 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen wurde und ins Büro fuhr, freute ich mich noch auf einen ruhigen Abend. Doch plötzlich saß ich nach einem Anruf meines Bruders um 20.30 Uhr in Hannovers multikulturellsten Stadtteil, in dem man angeblich auch auf die höchste Kioskdichte weltweit trifft. Unweit des 1908 gegründeten Apollo-Kino - dem ältesten Vorstadtkino Deutschlands, in dem der spätere CinemaxX-Gründer Hans-Joachim Flebbe seine Karriere begann, saß ich also in Linden-Nord im Kulturzentrum "Faust" und lauschte zwei Stunden im Rahmen der Literaturreihe "ABC-Alarm" den Worten von Henning Chadde, der unter anderem der Frage nachging "... wo beginnt die Müdigkeit auf Partys und wo verläuft die Grenze des Älterwerdens?" und "... welche Narben und Gewissheiten hinterlassen all die Abschiede und immer schwerer werdenden Neuanfänge?". Es waren bissig ironische und lustige Texte über und für die sogenannten "Thirty Somethings".

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