Dienstag, Oktober 31, 2006

Schwitzt Du noch oder lebst Du schon?(1)

Ich weiß nicht, für wen es die größere Spannung war, als heute um 09.30 Uhr ein Vortrag zum Thema "Konzept der Planungslücke als strategisches Planungsinstrument - Möglichkeiten und Grenzen" zu hören war. Für mich, da ich ihn selbst hielt, oder die anderen Anwesenden, die eventuell auf ein baldiges Ende hofften. Nachdem die anschließende "Fragestunde" vorüber war, sank der Puls, ich merkte wieder den trockenen Mund und den leeren Magen und fragte mich, wieviel graue Haare ich in den vergangenen Minuten wohl bekommen habe. Auf die Frage, woher die Nervosität kommt, konnte ich keine Antwort finden. Nur weiß ich nun, daß sie wohl scheinbar einen Körper verlassen und den nächsten wandern kann. Denn als ich auf meinen Mitstreiter Stephan traf, war er nun das Nervenbündel, das ich bis dahin gewesen bin. Ich weiß nicht, wer jetzt gerade nervös am Schwitzen ist, doch hoffe ich, daß ich noch lange davon wieder verschont bleiben werde - vor allem am kommenden Samstag.

Herzlich Glückwunsch, Stephan.


Im Schatten dieses Ereignisses stand heute auch mein Antrittsbesuch im neuesten Ikea-Haus. Dort, wo vor heute genau 6 Jahren zum letzten Male man in wenigen Minuten von Jordanien über Jemen in die Vereinigten Arabischen Emirate gelangen konnte, ist das Expo-Gelände wieder um eine Attraktion reicher, die wie die Weltaustellung tausende Menschen anziehen wird. Gleichzeitig fehlt damit aber eine schöne, ruhige und einfach tolle Ecke mit besonderer Atmosphäre, die nicht nur mein Skater-Herz höher schlagen ließ. Oder, Silke? Hätte ich die Macht, würde man dort heute aber auch nicht skaten können, denn dann hätten wir noch immer die Expo.

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Dem Leben wurde die Szene gezeigt

Wie das so ist im Leben. Als ich morgens um kurz nach 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen wurde und ins Büro fuhr, freute ich mich noch auf einen ruhigen Abend. Doch plötzlich saß ich nach einem Anruf meines Bruders um 20.30 Uhr in Hannovers multikulturellsten Stadtteil, in dem man angeblich auch auf die höchste Kioskdichte weltweit trifft. Unweit des 1908 gegründeten Apollo-Kino - dem ältesten Vorstadtkino Deutschlands, in dem der spätere CinemaxX-Gründer Hans-Joachim Flebbe seine Karriere begann, saß ich also in Linden-Nord im Kulturzentrum "Faust" und lauschte zwei Stunden im Rahmen der Literaturreihe "ABC-Alarm" den Worten von Henning Chadde, der unter anderem der Frage nachging "... wo beginnt die Müdigkeit auf Partys und wo verläuft die Grenze des Älterwerdens?" und "... welche Narben und Gewissheiten hinterlassen all die Abschiede und immer schwerer werdenden Neuanfänge?". Es waren bissig ironische und lustige Texte über und für die sogenannten "Thirty Somethings".

Samstag, Oktober 14, 2006

Auf der Hausfrauenmesse

Von einem wahrscheinlich leichten Besucherrückgang gegenüber dem Vorjahr sprachen die Verantwortlichen der 53. Infa. Natürlich wollten wir zwei da nicht mit dran Schuld haben und machten uns heute auf den Weg, um Deutschlands größte Verbraucherschau auf dem Messegelände hier in Hannover zu besuchen. Und es war ein Erfolg - für uns. Von 10.30 Uhr liefen wir bis 17 Uhr durch die Hallen und stillten den Hunger. Von Tütensuppen über Spätzle, Kekse, Eis, Wein, Dips, Säfte bis zur deutschen Erbensuppe und Fürstenberg-Bier fand so einiges seinen Weg in den Magen. Wenn unser Kleingeld gestimmt hätte, wären wir nun nach intensiven Gesprächen mit den Verkäufern und aufgrund unseres arabischen Handeltalentes stolze Eigentümer einer Wohnzimmereinrichtung im Wert von 6.500 Euro, von Kochtöpfen für ermäßigte 2.400 Euro. Wenn wir gewollt wie nicht gekonnt hätten, dann würden wir den Tee heute aus einer rund 800 Euro teuren Kannenkonstruktion trinken. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, um zu sehen, was dann auf der Hausfrauenmesse unser Herz höher schlagen lassen wird. Vielleicht treffen wir dann auch wieder auf Prominente wie Toralf Mann mit Begleitung sowie Anke Berlin und Steffen Schröder. Das Autogrammbuch kommt dann natürlich mit. Aus Fehlern wird man klug. Besonders, daß die angezogenen Schuhe lieber nur im Sitzen getragen werden sollten.