Ich weiß nicht, für wen es die größere Spannung war, als heute um 09.30 Uhr ein Vortrag zum Thema "Konzept der Planungslücke als strategisches Planungsinstrument - Möglichkeiten und Grenzen" zu hören war. Für mich, da ich ihn selbst hielt, oder die anderen Anwesenden, die eventuell auf ein baldiges Ende hofften. Nachdem die anschließende "Fragestunde" vorüber war, sank der Puls, ich merkte wieder den trockenen Mund und den leeren Magen und fragte mich, wieviel graue Haare ich in den vergangenen Minuten wohl bekommen habe. Auf die Frage, woher die Nervosität kommt, konnte ich keine Antwort finden. Nur weiß ich nun, daß sie wohl scheinbar einen Körper verlassen und den nächsten wandern kann. Denn als ich auf meinen Mitstreiter Stephan traf, war er nun das Nervenbündel, das ich bis dahin gewesen bin. Ich weiß nicht, wer jetzt gerade nervös am Schwitzen ist, doch hoffe ich, daß ich noch lange davon wieder verschont bleiben werde - vor allem am kommenden Samstag.
Herzlich Glückwunsch, Stephan.

Im Schatten dieses Ereignisses stand heute auch mein Antrittsbesuch im neuesten Ikea-Haus. Dort, wo vor heute genau 6 Jahren zum letzten Male man in wenigen Minuten von Jordanien über Jemen in die Vereinigten Arabischen Emirate gelangen konnte, ist das Expo-Gelände wieder um eine Attraktion reicher, die wie die Weltaustellung tausende Menschen anziehen wird. Gleichzeitig fehlt damit aber eine schöne, ruhige und einfach tolle Ecke mit besonderer Atmosphäre, die nicht nur mein Skater-Herz höher schlagen ließ. Oder, Silke? Hätte ich die Macht, würde man dort heute aber auch nicht skaten können, denn dann hätten wir noch immer die Expo.
